Thüga SmartService als Zertifizierungsstelle registriert

Bereit für das Ausrollen intelligenter Messsysteme

Die Thüga SmartService GmbH aus Naila ist als Zertifizierungsstelle im Bereich des Smart Metering für die Ausstellung von digitalen Zertifikaten zugelassen. Als sogenannte Sub-CA (Certificate Authority) kann die SmartService ab sofort, und nicht nur für ihre Kunden, digitale Zertifikate für die Smart Metering Public Key Infrastructure (SM-PKI) ausstellen. Diese Zertifikate sind Basis für die sichere Kommunikation im Smart Metering Umfeld.

Die wachsende dezentrale Erzeugung der Energiewende erfordert neue, digitale Infrastrukturen für Netze und Messwesen. Der Einsatz Intelligenter Messsysteme ist ein essentieller Baustein, der Endverbrauchern mit einem Jahresstromverbrauch von über 6.000 kWh eine höhere Transparenz über den eigenen Energieverbrauch bietet.

Die zentrale Kommunikationseinheit eines intelligenten Messsystems ist das Smart Meter Gateway (SMGW). Die Aufgaben des SMGW sind die technische Separierung der angeschlossenen Netze, die gesicherte Kommunikation, Erfassung, Verarbeitung und Speicherung empfangener Messwerte. Vereinfacht gesagt ist das SMGW der Transmitter der Daten vom Verbraucher zum sogenannten Gateway-Betreiber. Ein Gateway-Administrator stellt den Betrieb sicher und überwacht die Funktion seiner SMGW.

Mit ihrer, durch das BSI zertifizierten GWA-Lösung, für die sich bereits mehr als 100 Energieversorgungsunternehmen entschieden haben, gehört die Thüga SmartService zu den größten Anbietern für die Gateway-Administration in Deutschland.

Weiterer wichtiger Baustein zum Full-Service Anbieter

„Mit der Zulassung als Zertifizierungsstelle können wir unsere Kunden noch besser betreuen“, freuen sich die SmartService Geschäftsführer Peter Hornfischer und Franz Schulte. „Dadurch, dass wir den gesamten Prozess selbst durchführen, sind wir noch schneller und flexibler.“ Der Zulassung als Sub-CA ist ein umfangreicher Prozess vorausgegangen. Neben Smart Meter Gateways sind Hersteller, externe Marktteilnehmer und Gateway-Administratoren Teilnehmer der SM-PKI. Der Austausch der Daten zwischen den Teilnehmern der SM-PKI erfolgt dabei stets verschlüsselt und integritätsgesichert. Hierdurch werden unbefugte Zugriffe und Manipulationen ausgeschlossen. Die digitalen Zertifikate sind eine Grundvoraussetzung für diese verschlüsselte Übertragung. Um die Sicherheit der Kommunikation zu garantieren und die übertragenen Daten zu schützen, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entsprechende Regeln vorgegeben. Die sogenannte „Root CA“ ist der Vertrauensanker der SM-PKI und wird unter Aufsicht des BSI von einem Zertifizierungsdiensteanbieter betrieben. Die Root-CA überwacht die Einhaltung der einschlägigen Regeln und genehmigt zusammen mit dem BSI die Zulassung von Unternehmen als Sub-CA.

Christian Heller, Head of CA der Sub-CA der SmartService, freut sich, dass sich die Mühen der vergangenen Jahre gelohnt haben: „Es ist ein Kraftakt gewesen. Schon die Zertifizierung der Gateway-Administration war eine Herausforderung. Diese Zertifizierung und Zulassung als CA hat uns noch einmal deutlich mehr Einsatz abverlangt. Jetzt haben wir aber das begehrte BSI-Zertifikat und die Zulassung als Sub-CA.“Hier seien insbesondere die Anforderungen an die Verschlüsselung und damit das gesamte Thema Kryptographie eine große Herausforderung gewesen. Hornfischer ergänzt: „SmartService stellt nun selbst digitale Zertifikate für die Kommunikation im Smart Metering Umfeld aus. Damit sind wir unabhängig von Dritten und bleiben unserer Firmenphilosophie, alles aus einer Hand liefern zu können, treu.“